Tarifvertrag verdi banken

Ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU (DGB-Mitgliedsverbände) und ist Teil einer Verhandlungsgemeinschaft mit den deutschen Beamtengewerkschaften DBB und Tarifunion. Ver.di fordert für alle tarifgebundenen Beschäftigten sowie für Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (a. Hessen) ein Gesamteinkommen von rund 6 Prozent. Dieser Anspruch umfasst ein soziales Element in Form eines Mindestbetrags, die Einführung einer neuen Skala in bestimmten Lohnkategorien sowie strukturelle Verbesserungen in der Art und Weise, wie bestimmte Arbeitnehmer in Lohnkategorien eingeteilt werden. Verdi forderte zudem, tariflich verbindliche Tarifverträge im einzelhandel zu machen. Die kleinsten regionalen Einheiten von Verdi sind die Ortsteile, die gebildet werden können, wenn es mehrere Abteilungen auf regionaler Ebene gibt. Diese Ortsteile sollen die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern unterstützen und vereinfachen. [26] Die nächste Stufe auf lokaler Ebene sind die bundesweiten Unionsbezirke, die wiederum den Bundesländern untergeordnet sind. Diese Bundesländer entscheiden einvernehmlich über die regionalen Strukturen und Dimensionen der Bezirke[26], während die Bundesländerbezirke selbst vom Gewerkschaftsrat eingerichtet werden. [26] Verdi hat derzeit zehn Bundesländer: Ein Amazon-Sprecher sagte, das Unternehmen sei auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber und fügte hinzu: “In unseren Fulfillment-Centern liegen unsere Löhne am oberen Ende dessen, was in vergleichbaren Jobs gezahlt wird.” Die NEW-Klassifikation unterliegt einem Verbot der Benachteiligung des Arbeitnehmers. Kein Mitarbeiter darf durch die NEW-Klassifikation und eine Meinungsverschiedenheit über die Einstufung benachteiligt werden.

Die Rechtsansprüche eines Arbeitnehmers aufgrund seiner Umgliederung in das NEW-Gehaltssystem am Umstellungstag erlöschen (nur) nach Ablauf von drei Jahren. Kritiker warfen Verdi zudem vor, sich für Arbeitnehmerrechte und faire Löhne in der Öffentlichkeit stark zu halten, diese Ziele aber intern nicht erreichen zu wollen. Ein Beispiel war die Kantine am Verdi-Hauptsitz in Berlin, die vom internationalen Catering-Unternehmen Sodexo betrieben wurde. Wie in der Branche typisch, schließt Sodexo keine Industrietarifverträge ab, sondern setzt Tarifverträge auf Unternehmensebene ein. [80] Nach Informationen der Neuen Ruhr Zeitung lagen die Löhne der Beschäftigten der Mitverdi eng mit Verdi verbundenen Arbeitnehmerakademie (DAA) unter dem Satz, den Verdi mit Konkurrenten wie der AWO oder der Diakonie ausgehandelt hatte. [81] Auch die Aktionen von Verdi während der Streiks stehen immer wieder in der Kritik, wobei in einigen Berichten behauptet wird, dass die Beschäftigten in Einzelfällen zum Streik gezwungen wurden, was die Gewerkschaft bestritt. [82] Kritiker bezeichnen auch mehrere von Verdi organisierte Streiks als unverhältnismäßig. [83] [84] Im Frühjahr 2000 wurde das Fusionsprojekt vorübergehend gestoppt, nachdem die DAG und die HBV am Samstag unterschiedliche Positionen bei Banken eingenommen hatten. [12] Die Verhandlungen über die neue Verdi-Satzung waren ein besonderer Konfliktgrund, so dass sie sogar zu vorübergehenden Warnungen führten, dass die große Gewerkschaft scheitern könnte.

Einige ÖTV-Ränge waren der Ansicht, dass die neue Gewerkschaft ihre Interessen nicht ausreichend berücksichtigt habe und Beobachter glaubten, dass der ÖTV durch die Verdi-Entscheidung gespalten werden könnte. [13] [14] [15] Vor diesem Hintergrund ging die IG Medien sogar so weit, notfalls eine Fusion ohne ÖTV vorzuschlagen. [16] Die Tarifpolitik von Verdi hat vor allem durch Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst große Media-Aufmerksamkeit erregt.